Rigaer 94 bleibt!

Seit nunmehr über 2 Wochen halten Cops und private Sicherheitskräfte die Rigaer Straße 94 in Berlin besetzt. Unter großem Kräfteeinsatz und starker Gewalteinwirkung wurden die Kollektivkneipe „Kadterschmiede“ sowie eine Fahrradwerkstadt geräumt, in private Räume eingedrungen und Bewohnerinnen* vertrieben.

Eine Allianz aus staatlichen Stellen und Investorinnen* stellt damit unter Beweis, dass sie wirtschaftliche Verwertungsinteressen weit über Gemeinwohl und das Leben einzelner Menschen stellt.

Innensenator Henkel und seine Machtmaschinerie statuieren ein Exempel und versuchen, die politische Macht des CDU-Politikers über den Berliner Wahlkampf zu retten. Die Botschaft ist nur allzu deutlich: Wirtschaftliche Interessen gestalten diese Gesellschaft. Menschen, deren Wünsche, Träume und Lebensentwürfe sind ihnen scheißegal. Was in dieser Gesellschaft zählt ist Eigentum. Die Gewalt des Systems richtet sich rücksichtslos gegen alle, die es wagen, dieses Konstrukt in Frage zu stellen. Die Gewalt, die die Maschinerie dabei anwendet, ist nichts weiter als die unmittelbare Umsetzung der strukturellen Gewalt dieser wirtschaftlichen Logik. Sie demonstrieren uns, was uns eigentlich klar sein müsste: Wer du bist, wie du leben willst und was du dir wünschst bedeutet nichts, wenn du nichts besitzt. Sie sind bereit, all das und auch dich selbst, auf dem Altar des Eigentums zu opfern. Henkel, Schreiber und alle Cops dieser Stadt sind am Ende nichts anderes als der gewalttätige Arm einer gewalttätigen Logik, in der vorallem eines zählt: Preis und Verwertung.

Die Rigaer ist mehr als ein Freiraum. Sie ist ein Symbol für den Angriff auf dieses Kontrukt und auf das Konzept des Eigentums. Der Angriff auf sie gilt uns allen.
Es gilt deshalb zu demonstrieren, dass Lebensentwürfe, Freiräume und Gesellschaft einen Wert haben, nicht nur einen Preis. Es gilt zu zeigen, dass wir uns nicht verwerten, verdrängen und gegeneinander ausspielen lassen ( http://moabit-hilft.com/blog/pressemitteilung-berlin-22-6-16 ) sowie es gilt zu zeigen, dass wir unsere Räume und unsere Leben nicht kampflos aufgeben.

Unseren Hass könnt ihr haben, unser Lachen kriegt ihr nie.

Deshalb am Samstag alle nach Berlin!
Auftakt: Wismarplatz / 20:30 Uhr
Demostart: 21:00 Uhr
Aufruf der Organisatorinnen*: https://linksunten.indymedia.org/en/node/184155

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